Neurodermitis heilen: Lebensweise


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Die Lebensweise kann erheblich dazu beitragen, dass man sich in seiner Haut deutlich wohler fühlt.

Entspannte Lebensführung

Generell ist es wichtig, ein möglichst stressarmes Leben zu fühlen und dafür zu sorgen, dass man sich wohl fühlt, denn bei Neurodermitis spielt auch das seelische Befinden eine Rolle.

Bei ständigem Juckreiz ist es natürlich alles andere als einfach, sich zu entspannen. Hier können entspannende Kräuter helfen, beispielsweise:

  • Baldrian
  • Melisse

Äusserliche Behandlung der Haut

Im akuten Schub müssen die betroffenen Hautbereiche wie Wunden behandelt werden.

Hier können Heilsalben hilfreich sein.

Siehe:

In der Zwischenzeit sollte man darauf achten, dass die Haut nicht zu sehr austrocknet. Hier gelten die Empfehlungen für trockene Haut.

Siehe: Trockene Haut

So lange man keine offenen Wunden hat, hilft in vielen Fällen eine Harnstoff-haltige Creme, denn Harnstoff braucht die Haut, um Feuchtigkeit zu halten. Neurodermitis-Patienten haben nur etwa ein Achtel des natürlichen Harnstoffes auf ihrer Haut wie Menschen ohne Hautprobleme.

Siehe: Salbenküche: Ehrenpreis-Urea-Creme

Man kann die Haut auch einfach mit reinem Pflanzenöl einreiben.

  • Olivenöl
  • Mandelöl
  • Jojobaöl
Olivenöl hat sich besonders gut bei Neurodermitis bewährt:

Die betroffenen Hautbereiche sollte man mindestens einmal täglich damit einreiben. Im akuten Schub öfter einreiben. Dazu ist es wichtig, dass man die Haut zwischendrin immer mal wieder reinigt, beispielsweise mit Kamillentee-Bädern, damit die Poren der Haut vom vielen Öl nicht verstopfen.

Kratzen vermeiden

Ein grosses Problem bei Neurodermitis ist das Kratzen aufgrund des starken Juckreizes. Denn das Kratzen verschlimmert den Hautzustand erheblich.

Viele Betroffene kratzen sich sogar im Schlaf, oft genug bis Blut fliesst.

Baumwollhandschuhe können in solchen Fällen die Folgen des Kratzen verhindern.

Zudem ist es sehr wichtig, die Fingernägel immer kurz und stumpf zu schneiden oder feilen. Kurze Nägel verursachen beim Kratzen nämlich deutlich schwächere Schäden als lange, scharfe Nägel.

Reizfreie Bekleidung

Kaum ein Neurodermitiker verträgt Wolle auf der Haut.

Die Verträglichkeit von anderen Materialien ist von Patient zu Patient verschieden. Manche vertragen nur Baumwolle, andere kommen besser mit Synthetik-Materialien zurecht.

Wenn man nur Baumwolle verträgt, muss man genau darauf achten, dass es sich auch wirklich um 100% reine Baumwolle handelt. Es kann durchaus vorkommen, dass 100% Baumwolle draufsteht, auch wenn ein gewisser Anteil anderer Materialien enthalten ist. Das ist gesetzlich sogar zulässig.

Es gibt auch Farbstoffe, die empfindliche Haut reizen. Vor allem dunkle Farbstoffe können schädigend wirken.

Wichtig ist es, neue Kleidungsstücke vor dem ersten Tragen zu waschen. Dann wird der grösste Teil reizender Stoffe ausgewaschen, was auch vor aggressiven Appreturstoffen schützt.

Auch Etiketten und Nähte in Kleidungsstücken können die Haut reizen. Die Etiketten kann man vor dem Tragen entfernen und wenn Nähte stören, trägt man die Kleidungsstücke am besten links herum.

Die Kleidung sollte auch locker sitzen und nicht zu warm sein.

Kühle Umgebung

Kühle und feuchte Luft wird von Neurodermitis-Geplagten meistens besser vertragen als trockene und warme Luft.

Wenn die Räume im Winter durch die Heizungsluft sehr trocken werden, ist die Anschaffung eines guten Luftbefeuchters sehr hilfreich.

Es muss jedoch ein guter Luftbefeuchter sein, der pro Tag mehrere Liter Wasser verdampfen kann. Denn kleine Luftbefeuchter reichen bei weitem nicht aus.

Bäder mit Meersalz

Meersalz hat auf Neurodermitis-Haut eine günstige Wirkung.

Man kann Meersalzbäder zu Hause versuchen, wenn man keine Gelegenheit hat, ans Meer zu fahren.

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